Projektbericht Februar 2018

Projekt „Mistbua“ – „I bin a no då“                             Elbigenalp, am 25.2.2018

Projektbericht

Projektteilnehmer/innen: Friederike Lukaszewski, Victoria Pfefferle, Angelika Lochbihler, Moritz Schwenninger
(2. Klasse der Fachschule für Kunsthandwerk und Design – Bereich Maler)
(1. + 2. Klasse der Fachschule – Bereich Bildhauer)
Gruppensprecher/in im Projektteam: Angelika Lochbihler
Betreuer/in an Schule: FL Weirather Sonja

Projekttitel: „Mistbua“ „I bin a no då“
Projektnummer: J180135
Kategorie: Design
Spezifikation: Grafik- und Kommunikationsdesign (Werbung, Grafik, Illustration, Verpackung, Mediendesign)

PROJEKTENTSTEHUNG UND -PLANUNG

Die Idee:
Im Unterricht DKED (Darstellende Kunst, Entwurf und angewandte EDV) diskutierten wir über den Müll und die Umwelt. Bilder unserer Lehrerin zeigten uns das eher zu Wünschen übriglassende Müllverhalten der Reuttener Mitbürger. Uns wurde klar, dass es dieses Problem zu lösen galt. Nach einiger Zeit kam Victoria auf die Idee, man könnte eine Art Abdeckung über der Mülleimeröffnung anbringen und somit das unerwünschte Entsorgen von Hausmüll stoppen sowie eine Möglichkeit für die Raucher geben, ihre Zigaretten zu entsorgen.  Von manchen Leuten wird kein korrektes Müllverhalten an den Tag gelegt, es wird alles in den öffentlichen Behältnissen entsorgt, was zu Hause keine Verwendung mehr hat; von Wanderschuhen über gelbe Säcke bis hin zu Regenschirmen.

Ziel der Projektarbeit:
Wir wollen – vor allem durch die Öffentlichkeitsarbeit wie Interviews, einem Informationsstand, Infoblätter und dem neuen Müllkorb mit Tiroler Hut, sowie der Zigaretten-Entsorgungsmöglichkeit die Sensibilität der Reuttener in Sachen Müllverhalten wecken. Unser Ziel ist eine deutliche Besserung des Müllverhaltens durch unseren Einsatz.

Unsere Recherchen bisher:
Mehrere Stunden lang haben wir uns damit beschäftigt, im Internet über verschiedene Aspekte zu recherchieren. Zuerst haben wir geschaut, ob ein ähnliches Produkt bereits vorhanden ist. Außerdem informierten wir uns über korrekte Mülltrennung, Verbesserung des eigenen Müllverhaltens, illegale Müllentsorgung (vor Allem im Bereich Österreich – Deutschland), Kosten die auftreten können sowie Umweltgefährdung durch Müll.

Folgendes haben wir uns gefragt und recheriert:

Wie entsorgst du deinen Müll richtig?
Wie wird Müll korrekt getrennt?
Müllentsorgung mit System – Reuttener Firmen
Müll vermeiden – warum eigentlich?
Illegale Müllentsorgung – Kosten, Strafen, Gesetze
Zigarettenstummel entsorgen
Das deponieren von eigenem Hausmüll an öffentlichen Müllkörben gehört bestraft!
Gassi Säcke – Warum Hundekot entfernt werden muss
Sei nett zum Strassenkehrer
Was sagt die Umwelt?

Bei der Aufgabenverteilung haben wir auf die Stärken und Schwächen unserer Teammitglieder geachtet. Demnach ist Victoria zuständig für das Projekttagebuch und die Grafik, Friederike erledigt alle schriftlichen Arbeiten und Angelika kümmert sich um die Aufnahme von Fotos sowie Recherchen.
Da Moritz die Kunst des Bildhauens erlernt, hat er unter Aufsicht von einem seiner Lehrer den Prototyp des Hutes angefertigt.
Außerdem kooperieren wir mit dem Reuttener Bürgermeister, bei unseren ersten Treffen am 07.12.2017 haben wir ihm unsere Ideen und Ziele vorgelegt, und er hat uns seine Unterstützung für die Verwirklichung dieses Projektes gegeben. Beim zweiten Treffen am 21.02.2018 besprachen wir zusammen die farbige Gestaltung sowie mögliche Kennzeichnung des Hutes als Aschenbecher und kamen zu dem Schluss, dass die Vertreter der Stadt Reutte unseren Hut, zuerst probeweise und bei Erfolg an mehreren Plätzen, in jedem Fall aufstellen lassen möchte.

2.2. INHALTLICHE BESCHREIBUNG DER PROJEKTUMSETZUNG UND AUSBLICK

1. Erste Ideen:
Im Grafikunterricht in der Schule zeigte uns unsere Lehrerin Bilder der Reuttener Müllkörbe und erläuterte uns, dass einige Passanten ihren selbst produzierten Hausmüll neben den öffentlichen Mülleimern ablegen oder direkt hineinstopfen. Ebenfalls besteht ein Mangel an Entsorgungsmöglichkeiten für Zigarettenstummel.
Wir entschlossen uns aufgrund dessen dazu, uns hierfür eine Lösung zu überlegen.

Müllkorb neu designt: Hut als Abdeckung und Aschenbecherfunktion
Wir wollen unsere Mitmenschen, wie bereits erläutert, zur korrekten Müllentsorgung bewegen, indem wir die bereits vorhandenen Metall-Mülleimer mit einem Tiroler Hut mit Aschenbecherfunktion ansehnlicher und ansprechender gestalten. Wir möchten die Aufmerksamkeit darauf lenken, wie wichtig es für Jedermann ist, die Umwelt so sauber wie möglich zu halten.

Nach jenen Anstößen entstand die Grundidee von unserem Projekt „Mistbua“ mit dem Slogan “i bin a no då“.

Zuerst ging es uns darum, nur einen Hut mit Abdeckfunktion anzubringen. Um jedoch die Zigarettenentsorgung zu erleichtern, haben wir die Idee für den Hut als Zigarettenmülleimer ins Auge gefasst. Außerdem haben wir uns Gedanken darüber gemacht, ob wir die bereits vorhandenen Gitterkörbe für den allgemeinen anfallenden Abfall ersetzen wollen. Diese Idee kam uns, da die vorhandenen Mülleimer schwer auszuleeren sind, weil man hierfür mehrere verschiedene Schlüssel benötigt. Jedoch haben wir uns erstmal dagegen entschieden, weil sonst zu hohe Kosten entstehen könnten. Ebenfalls haben wir uns nach alternativen Aschenbechern oder Zigarettenentsorgung-smöglichkeiten umgesehen, fanden die Idee mit dem Hut jedoch am ansprechendsten.

Bildhauerschüler Moritz hat im praktischen Unterricht von Anton Blätter (Lehrer im Bereich Bildhauerei) das Design des Hutes mit Berücksichtigung auf die Funktion, Ergonomik sowie die Umsetzungsmöglichkeiten erarbeitet. Moritz hat den Hut zuerst modelliert und anschließend den ersten Prototyp in Originalgröße geschnitzt. Später soll der Hut aus Metall hergestellt werden. Dann montierte er den vorhanden Müllkorb auf eine provisorische Holzhalterung und brachte den Hut an.
In der Unterseite des Hutes wurde der Aschenbecherbehälter angeschraubt.

„Mistbua““i bin a no då“ – Modell Herstellung

Lösungswege

Zurzeit arbeiten wir an der Konstruktion der Anbringung des Hutes an dem Müllkorb. (Info: Der Straßenkehrer sperrt mit einem Schlüssel den Korb auf, um ihn dann nach oben zu heben und zu entleeren)

Von zwei Bildhauerschülern (Matthias Junker und Matthias Karré) aus der ersten Klasse, die früher im Metallbaubereich beschäftigt waren, erhielten wir technische Tipps, wie die Anbringung des Hutes aufbruchssicher gestaltet werden könnte.Somit ist es niemandem ohne Schlüssel möglich, die Zigarettenstummel einfach auszuleeren oder den Hut mitzunehmen.
Bei der Erläuterung unseres Projektes an Kollegen und Mitschüler, Lehrer den Bürgermeister von Reutte sowie Reuttener Passanten haben wir durchwegs positives Feedback und viel Unterstützung für den „Mistbua“ bekommen. Auch Passanten haben gesagt, dass es tatsächlich kaum Entsorgungsmöglichkeiten für Zigaretten gibt und das Müllverhalten manchmal wirklich zu wünschen übriglässt.

Erstes Treffen unserer Gruppe mit dem Herrn Bürgermeister und seinem Team
Am 06.12.2017 haben wir unser Projekt dem Bürgermeister von Reutte – Luis Oberer, und seinem Team vorgestellt und ihre Erlaubnis und volle Unterstützung für unsere Vorhaben bekommen. Positiv wurde auch unser Vorschlag angenommen, im kommenden Frühling einen Präsentationsstand in Reutte aufzubauen und die Mitbürger auf das Projekt sowie korrekte Müllentsorgung aufmerksam zu machen. Wir haben ein weiteres Treffen mit Herrn Oberer vereinbart, wo wir unsere neuen Ergebnisse und äußerliche Korrekturen erläutern werden. Unterlagen dazu >

2. Öffentlichkeitsarbeit
Wir werden unser Projekt der Öffentlichkeit näher bringen mit dem Ziel, unsere Idee und weitere Vorhaben genauer und für alle ersichtlich zu präsentieren. Außerdem soll allen klargemacht werden, dass korrekte Müllentsorgung unbedingt für jede einzelne Person zur Normalität gehören sollte, da dies viel besser für die Natur und den einzelnen Menschen ist. Unser selbst erstellter Werbefolder ist bereits in Arbeit, und für den Stand ist vorgesehen, dass der Hut-Prototyp aus Metall fertig ist und somit den Passanten gezeigt werden kann.

Unsere durchgeführten Meinungserhebungen und Studien
Am 21.10.2017 haben wir uns in die Reuttener Innenstadt begeben und mehrere Passanten um ein kurzes Feedback sowie die Beantwortung unserer Fragen gebeten.
Einige dieser Personen erlaubten es uns, das Interview zu filmen beziehungsweise den Ton mitzuschneiden, damit wir für spätere Zwecke Videomaterial und Tonaufnahmen vorweisen können.
Ebenfalls haben wir Mitschüler, Kollegen, Lehrer, den Bürgermeister von Reutte und seine Helfer, Familienmitglieder und Freunde befragt, wie sie dieses Projekt sehen.

Die Mitbürger wünschen sich auch, genau wie wir, eine sauberere Umwelt, wissen jedoch eventuell nicht, wie sich diese sauber halten lässt oder wie das Mülltrennen richtig funktioniert. Manche Menschen sind sich sicherlich auch zu bequem dazu, und genau das wollen wir den Leuten durch unsere Öffentlichkeitsarbeit und unserem Projekt abgewöhnen.

Arbeitszeit, Kosten
Bisher beträgt die Arbeitszeit an unserem Projekt schon ca. 60 Stunden, es entstanden hierbei jedoch noch keinerlei Kosten.
Wir sind uns außerdem sicher, dass unser Projekt wirtschaftlich umsetzbar ist und wir auch auf die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit Rücksicht genommen haben. Natürlich legen wir viel Wert darauf, dass wir mit diesem Projekt nicht zu hohe Kosten entstehen lassen und es nicht zu aufwändig herzustellen ist. Uns liegt sehr viel an der Entstehung und Veröffentlichung unseres „Mistbuas“.

Zweites Treffen unsere Gruppe mit dem Reuttener Bürgermeister Luis Oberer und seinem Team (bestehend aus Hr. Schneider – Umweltabteilung, Hr. Kappeler – Bauamt, Sebastian Weirather – Amtsleiter und natürlich dem Bürgermeister Luis Oberer) am 21.02.2018.

Folgende Punkte haben wir besprochen:
Funktionsweise und Umsetzungsmög lichkeiten des Hutes als Aschenbecher. Der Prototyp kommt sehr gut an, der Hut soll noch eingefärbt werden
Produktion erwünscht?
Weiterhin volle Unterstützung beim Projekt, es soll in Reutte ausgeführt werden, wenn es vollkommen ausgereift ist. Das heißt, die Herstellung des Mistbuas soll in jedem Fall vollendet werden. Hut und Halterungsäule in einem Stück gegossen oder verschweisst.
Präsentationsstand Möglichkeit – wo, wann? Zusage für kostenlosen Stand
Auf dem Reuttener Isserplatz bei den Aktionen „Sauberes Reutte“ (28.04.2018), eventuell am Umwelttag (09.06.2018) und wenn möglich im August beim Reuttener Marktfest
Inhalte des Öffentlichkeitsauftrittes werden beim nächsten Treffen vorgelegt
Muss noch weiter besprochen werden

Nächstes Treffen mit dem Bürgermeister und seinem Team am:
10. April 2018, um 10 Uhr

Projekt Vorschau und Ziele:

Unser Projekt ist noch nicht abgeschlossen, aber auf dem besten Weg dorthin!
Bis zum nächstes Treffen mit dem Bürgermeister und seinem Team am:
10. April 2018, um 10 Uhr müssen wir folgendes erledigen:

Öffentlicher Auftritt
1. Bauamt kontaktieren wegen Marktstand – welche Bauweise – damit wir wissen wie dekorieren
2. Präsentationskonzept für öffentlichen Auftritt erstellen: Information, Unterhaltung, Dekoration
3. Webseite erstellen – für weitere Informationen
4. Infomaterial zum austeilen erstellen

Mistbua:
1. Die Mädels sind schon am entwerfen der Farben für den Mistbua, wie gewünscht von Hrn. Bürgermeister probieren wir noch eine Lederhose zu integrieren. Hier erste Entwürfe:

2. Die zwei Bildhauer werden den ersten Metall-Mistbua herstellen Hut + Halterungssäule werden in einem Stück gegossen / bzw. verschweisst und dann noch mit Farbe versehen. Eventuell wird der Müllbehälter noch eine Lederhose!

Unsere Auftritte:
Umwelttag am 09.06.2018
eventuell im August beim Reuttener Marktfest

Ziele:
Dass bis spätestens Mai / Juni die Mistbua Müllkorbe in Reutte an exponierten Stellen stehen.
Wenn die Konstruktion des Mistbuas perfekt ist werden wir vielleicht eine Patentierung vornehmen.
Wir werden im September recherchieren in wie weit, das Müllverhalten der Reuttener durch unser Projekt eine Besserung erfahren hat.
Unser Ziel wäre erreicht, wenn wir ein positives Echo von der Bevölkerung und Presse erfahren würden.
Am meisten würden wir uns freuen, wenn wir mit unserem Projekt andere Jugendliche zu positive Taten für die Umwelt animieren könnten.

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